Stadtgedächtnis seit 1879
Pablo schaut mal bei der National-Zeitung rein
Seit mehr als hundert Jahren begeistert der Schweizer National-Circus Knie Menschen jeden Alters. Seine Geschichte begann bereits im Jahr 1803, als die Familie Knie noch mit einer Freiluftarena unterwegs war. Mit dem Kauf des ersten Zirkuszeltes im Jahr 1919 legten die Gebrüder Knie den Grundstein für den Circus Knie.
Heute wird der Zirkus von der siebten Generation der Familie geführt, während die achte bereits in der Manege mitwirkt. Seit zehn Tagen gastiert der Zirkus wieder auf der Rosentalanlage in Basel – morgen findet die letzte Vorstellung statt.
Das Jahr 1956 markierte gleich mehrere bedeutende Ereignisse, die den Circus Knie bis heute prägen. In Rapperswil wurden das Winterquartier sowie der Kinderzoo eröffnet. Gleichzeitig schuf der Basler Grafiker Herbert Leupin das berühmte Knie-Plakat mit dem Clown, der die Buchstaben «K, N, I, E» auf seinem Knie balanciert.
Das Programm der Saison 1956 bot zahlreiche Attraktionen: ‹Borra – der Dieb von Bagdad›, das Manegendebüt von Louis Knie als jüngster Elefantendompteur, das Clownduo Lotti & Arthur Nock sowie Alfred Dudy Leon Smith mit seinen Schimpansen. Werbewirksam stattete der Schimpanse Pablo der Redaktion der National-Zeitung am 20. Juni 1956 einen Besuch ab.
Der bekannteste Basler Nachwuchs-Zirkus ist der 1969 gegründete ‹Jugend Circus Basilisk›. Anlässlich seines 20. Geburtstags berichtete das Stadtbuch 1989 über ihn.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-853 1