Stadtgedächtnis seit 1879
Das Ende der Stadtbefestigung wird besiegelt
Am 10. Mai 1858 fällt eine für die Stadtentwicklung bedeutende Entscheidung. «Der Grosse Rat genehmigt das Zuschütten des Stadtgrabens zwischen dem Steinentor und dem St. Albantor sowie den Abbruch des Aeschenbollwerks.» (Eugen A. Meier: Basler Almanach, 1988)
Das Foto des Steinentors, das bei der heutigen Tramhaltestelle Heuwaage stand, entstand im Jahr 1860; das Tor selbst wurde 1866 abgerissen. Zwischen 1860 und 1879 fielen nahezu alle Teile der historischen Stadtmauer der Entfestigung der Stadt Basel zum Opfer. Von den ehemals sieben Stadttoren blieben nur das Spalentor, das St. Albantor und das St. Johanns-Tor stehen. Anstelle der ehemaligen Stadtmauer entstanden Alleen und Grünanlagen, deren Planung und Realisierung der Münchner Gartengestalter Carl von Effner leitete. In diesen Jahren bauten er und der Basler Karl Sarasin auch die Stadtgärtnerei auf.
Über ‹Basler Torsperren im 19. Jahrhundert› berichtete das Basler Stadtbuch im Jahr 1963 ausführlich.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Höflinger, AL 45, 4-98-6