Der Rheinhafen als Eiskammer

Der Februar 1956 ging als kältester und zugleich trockenster Februar seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1755 in die Geschichte ein. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von –9,3 Grad Celsius lag er fast elf Grad unter dem langjährigen Mittel von +1,5 Grad. Auch beim Niederschlag setzte der Monat einen Negativrekord: Lediglich 4 Millimeter wurden gemessen, gegenüber einem Normalwert von 39 Millimetern. An 24 Tagen blieb die Temperatur durchgehend unter dem Gefrierpunkt. Erst am vorletzten Tag des Monats stieg das Thermometer wieder auf vergleichsweise milde 6 Grad.

Die Basler Chronik vermeldete heute vor 70 Jahren, am 9. Februar 1956: «Das Thermometer zeigt um 7 Uhr morgens eine Minimaltemperatur von −22°.» Vier Tage später ist nachzulesen: «Die andauernd starke Kälte – heute morgen wurden in Basel wieder –21° gemessen – führt zur weitgehenden Einstellung der Rheinschiffahrt. Die internationalen Züge treffen mit derartigen Verspätungen in Basel ein, dass hier Sammelextrazüge zum Weitertransport der Reisenden zusammengestellt werden müssen.»

Im Bild: Der zugefrorene Rheinhafen Kleinhüningen am 14. Februar 1956. Erst am Schalttag, dem 29. Februar, konnten die bis dahin in Basel festsitzenden 90 Schiffe wieder auslaufen.

‹Wie die Waren strömen› erklärte das Stadtbuch 2013 und beantwortet dabei die Frage «Was kommt und geht hier auf welchen Wegen und in welchen Mengen?».

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt , Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-824 1

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