Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 427

Im Jahr 1904, kurz bevor diese Ansichtskarte auf die Reise ging, freuten sich die Baslerinnen und Basler über das neu erweiterte Rathaus. Auf der hier zu sehenden gegenüberliegenden Seite des Marktes standen die grossen Veränderungen erst noch bevor. Bis 1914 wandelte sich das Gesicht des Platzes zwischen Sattelgasse und Hutgasse sowie zwischen Freier Strasse und Gerbergasse grundlegend. Die teils noch mittelalterlichen Häuser wurden abgerissen und durch neue, grössere Geschäfts- und Wohnhäuser ersetzt. Das Tram fuhr nun nicht mehr einspurig via Eisengasse, sondern doppelspurig durch die Marktgasse in Richtung Schifflände und über die 1905 neu erbaute Mittlere Brücke. 1908 erhielt der Marktplatz seine schöne Pflästerung mit den grossen Rosettenmotiven.

Das Stadtbuch berichtete 1982 über das Haushaltsgeschäft Blaser, das Fritz Blaser-Gschwind im Jahr 1882 gegründet hatte und das von 1919 bis 1984 am Marktplatz ansässig war. In den Siebzigern warb das Unternehmen mit dem Spruch «E glatts Gedenggli – Blaser Gschänggli». Der Artikel zur Firmengeschichte ist hier zu finden.

Bildquelle: Basler Stadtbuch

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