Stadtgedächtnis seit 1879
Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 400
Die 400. Ansichtskarte aus der Stadtbuch-Serie ‹Basler Kartengruss zum Wochenende› stammt aus dem Jahr 1919. Sie zeigt im Vordergrund den damals noch offenen Birsig sowie die rückwärtigen Fassaden der angrenzenden Gebäude der Steinenvorstadt (links) und der Steinentorstrasse (rechts). Dahinter erhebt sich die neugotische Elisabethenkirche, deren Turm derzeit eingerüstet ist.
Christoph Merian, der das Gotteshaus zusammen mit seiner Frau Margaretha gestiftet hatte, erlebte zwar den Beginn der Bauarbeiten, nicht aber deren Ende; er starb bereits 1858. Die nach Plänen von Ferdinand Stadler in nur sieben Jahren erbaute Kirche bedurfte schon kurze Zeit nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1864 der Fürsorge durch Handwerker. Der für den Bau verwendete Voltziensandstein aus dem Elsass erwies sich als brüchig. Auch wegen der verbauten Eisenteile brachen immer wieder Teile der Fassade aus.
Seit nunmehr drei Jahren saniert die Basler Münsterbauhütte den 72 Meter hohen Glockenturm der Elisabethenkirche. Dabei werden marode Bauteile gegen Repliken ausgetauscht und die Statik des Turms wird verstärkt. Über die umfangreiche Restaurierung der Elisabethenkirche in den Jahren 1990 bis 1993 berichtete das Basler Stadtbuch hier.
Das Basler Stadtbuch wünscht allen ein schönes Wochenende!
Bildquelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Fel_004369-RE