Stadtgedächtnis seit 1879
Hochwasser in Basel vor 150 Jahren, am 13. Juni 1876!
Der Pegelstand war derart hoch, dass die alte Rheinbrücke mit Steinen beschwert werden musste. Das Hochwasser hatte zuvor die Frauenbadanstalt bei der Pfalz und einen Teil der Männerschwimmschule weggerissen. Teile von Kleinbasel waren überschwemmt, Grossbasel stand bis zum Fischmarkt unter Wasser. Daher baute Zimmermeister Hübscher vom Blumenrain bis zur Kronengasse und durch die Schwanengasse bis zum Fischmarkt einen Steg für Fussgängerinnen und Fussgänger.
Lang anhaltende starke Regenfälle sorgten damals an vielen Schweizer Orten zwischen Graubünden und Basel für schwere Schäden, namentlich an den Eisenbahnlinien. Der Rhein führte an solchen Tagen das Vier- bis Fünffache der sonst üblichen Wassermenge.
Die erste für Basel dokumentierte Flut ereignete sich 1342, das jüngste folgenreiche Hochwasser erlebte das Rheinknie im August 2007. Gefährlich war im Übrigen nicht nur der Rhein, sondern immer wieder auch der Birsig; eine Hochwassermarke am Rathaus erinnert daran.
Den Wandel der Natur und Land¬schaft in der Region Basel während der letzten 500 Jahre, darunter auch Wetter- und Klimaphänomene wie Hochwasser, erklärt das Onlineportal www.regionatur.ch anhand von Texten, Karten und mehr als 7500 Bildern. Im Basler Stadtbuch 2015 stellte Claudio Miozzari die inhaltsreiche Webseite vor: http://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/2015/2015_3382.html
Im Bild: Beschwerung der Brückenjoche der Rheinbrücke am 12. Juni 1876.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, AL 45, 1-36-1