Basel ist nicht mehr Waffenplatz

Die Kaserne ist keine Kaserne mehr: «Mit dem heutigen Tag wird die Basler Kaserne als Truppenkantonnement aufgehoben – Basel ist nicht mehr Waffenplatz. Die letzte in Basel durchgeführte Sanitäts-Rekrutenschule geht zu Ende.» (Basler Chronik, 20. November 1965)

Am 21. Mai 1860 beschloss der Grosse Rat mit Stichentscheid des Präsidenten den Bau einer Kaserne und bewilligte dafür einen Kredit in Höhe von 600’000 Franken. Früher wurden die Soldaten im Kloster Klingental untergebracht, bis im Jahr 1863 der von Johann Jakob Stehlin d. J. entworfene Kasernenbau fertiggestellt wurde. Die Schweizer Armee nutzte die Kaserne etwas mehr als ein Jahrhundert: von 1863 bis 1966. Seit 1980 wird das Areal von verschiedenen Akteur:innen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Sport, Gastronomie, Religion etc. genutzt.

Am 12. Februar 2017 stimmte die Basler Bevölkerung der Sanierung des Kopfbaus der Kaserne zu. Das Kasernenhauptgebäude wurde grundsaniert und erdbebensicher gemacht. Die Stimmberechtigten hatten dem 44,6-Millionen-Kredit mit 61,8 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Umgesetzt wurde das von FOCKETYN DEL RIO STUDIO ausgearbeitete Projekt, das den Hauptbau in ein Kultur- und Quartierbegegnungszentrum verwandelte.

Im Jahr 2017 publizierte Karen N. Gerig einen Leitartikel im Stadtbuch-Dossier zur Kaserne Basel mit dem Titel ‹Kasernenhauptbau – Schluss mit dem Dauerprovisorium›.

Im Bild: Die letzte Sanitäts-Rekrutenschule am 20. November 1965.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-2866 1.

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