Spezereien, Wein, Brot – und Petroleum

Nur wenige Wochen nach der Gründung des Allgemeinen Consumverein Basel ACV am 1. Juli 1865 eröffnete am 9. September 1865, heute vor 160 Jahren, am Spalenberg 26 der erste Verkaufsladen mit einem Betriebskapital von 1090 Franken. Das Angebot umfasste Spezereien, Wein und Brot. Das Büro des Verwalters und das Magazin befanden sich in winzigen Hinterräumen.

Mit der Gründung des ACV im Jahr 1865 verfolgte man das Ziel, eine genossenschaftliche Selbsthilfeorganisation zu schaffen, um der damals schwierigen wirtschaftlichen Lage breiter Bevölkerungskreise zu begegnen. Im Gegensatz zu anderen Konsumgenossenschaften entstand der ACV nicht auf Anregung der aufkommenden Arbeiterbewegung, sondern auf Initiative sozial und christlich gesinnter bürgerlicher Kreise.

In den Gründungsstatuten des ACV war die Rückvergütung als eines von drei Mitteln zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mitglieder vorgesehen. Der wunderbar bebilderte Stadtbuch-Artikel «Wie das Consumgeld verschwand» ist hier abrufbar. Annemarie Bilgeri schrieb für das Basler Stadtbuch 1990 zum Jubiläum 125 Jahre Coop ACV.

Im Bild: Zu den wichtigsten Waren, die der Consum schon von Anfang an führte, gehörte Petroleum für die Lampen Basels. Es wurde für Mitglieder, die grössere Mengen kaufen konnten, in zweckmässige Kannen abgefüllt und in eigenen Wagen transportiert.

Bildquelle: Archiv ACV/Coop Basel, Basler Stadtbuch 1974

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