Eleganz in der Eisengasse

Die Eröffnung des Warenhauses Wormann an der Eisengasse 20 erfolgte heute vor 150 Jahren am 16. März 1876. Beworben als ‹Wiener Herren- und Knaben-Kleider-Fabrik› erschien am Tag der Eröffnung in den Basler Nachrichten eine anonyme Anzeige. Es handelte sich um die vierte Filiale des Unternehmens nach Wien, Frankfurt am Main und Mülhausen im Elsass. Erst in einem Inserat vom 14. Oktober 1876 nannten die Inhaber erstmals ihren Namen.

Anfang Oktober 1878 bezog der Familienbetrieb N. Wormann Söhne an der Eisengasse 8 ein zweites Ladenlokal, das auf Damenkonfektion spezialisiert war. Anfang März 1881 wurde dieses Geschäft in das Haus Eisengasse 17 verlegt, sodass sich die beiden Läden nun direkt gegenüberlagen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liess das Unternehmen ein neues Geschäftshaus für sein Herren- und Damenkonfektionsgeschäft errichten. Zu diesem Zweck wurde das ‹Haus zum Tanz› abgebrochen, dessen Fresken von Hans Holbein dem Jüngeren über Jahrhunderte zu den Sehenswürdigkeiten Basels gezählt hatten. Der Neubau entstand nach Plänen des Architekten Alfred Romang.

Die Eisengasse war damals eine eigentliche Warenhausmeile. Neben Wormann war auch Loeb hier ansässig; das Warenhaus Globus steht bis heute sinnbildlich für diese Entwicklung. Einen Überblick über die Geschichte der Warenhäuser in Basel bietet das Stadtbuch 1976.

Bildquelle: Schweizerische Bauzeitung, 1909

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