Stadtgedächtnis seit 1879
Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 422
Die Ansichtskarte aus der Zeit vor 1920 zeigt die Wettsteinbrücke mit den vier markanten Basilisken. Auf Vorschlag des Baudepartements beschloss der Regierungsrat im Oktober 1878, eine Expertenkommission für die künstlerische Ausstattung der Wettsteinbrücke einzusetzen. Diese wünschte einstimmig, dem Schmuck eine dekorative, heraldische Gestaltung zu geben, wie sie in der Holbein-Sammlung zu finden war. Der als Schöpfer des St. Jakobs-Denkmals bekannte Bildhauer Ferdinand Schlöth erhielt den Auftrag, die vier gewünschten Basilisken zu gestalten. Da die kolossalen Fabeltiere unmöglich in einem Stück gegossen werden konnten, wurden für die Einzelteile zehn Modelle angefertigt.
Die Brücke wurde am 7. Juni 1879 feierlich dem Verkehr übergeben. Im Herbst 1880 folgten die vier monumentale, je drei Meter hohen und über fünf Tonnen schweren Basilisken auf den Widerlagerpfeilern.
Nach dem Umbau der Brücke in den Jahren 1936 bis 1939 wurden die Basilisken verkauft. Mit der Eröffnung der neuen Wettsteinbrücke im Jahr 1995 kehrte einer der ursprünglich vier Basilisken an den Grossbasler Brückenkopf zurück. Wer weiss, wo sich die anderen drei Basilisken heute befinden? (Tipp: Die Website www.altbasel.ch weiss Rat.)
Alfred Mutz berichtete im Stadtbuch 1981 ‹Vom Werden der Wettsteinbrücke-Basilisken›.
Bildquelle: Basler Stadtbuch