Stadtgedächtnis seit 1879
Der Rosshof als Parkplatz
Die Nutzung des Rosshof-Areals am Petersgraben war lange Zeit umstritten. Im Jahr 1961 verhinderte eine Bürgeraktion die Errichtung eines grossen Parkhauses auf dem Gelände des historischen Rosshofs. Von den 1720 erstmals erwähnten historischen Gebäuden blieben der Vordere Rosshof und sein nördlich angrenzender Anbau erhalten. Die Stallgebäude, Remisen, der Hintere Rosshof und die Wohnhäuser am Petersgraben mussten hingegen weichen. Das Foto vom 19. Dezember 1975 – heute vor 50 Jahren – zeigt das jahrelang anhaltende Provisorium: einen ausgedehnten Parkplatz inmitten der mittelalterlichen Wohnhäuser.
Im Ergebnis eines prominent besetzten, zweistufigen Architekturwettbewerbs fiel die Entscheidung für das Projekt der Zürcher Architekten Joachim Naef, Ernst und Godi Studer. Die Gestaltung des Innenhofs oblag Hannes Vogel. Am 15. März 1988 wurde die neue Rosshof-Überbauung eröffnet. Bis 2009 beherbergte der neue Rosshof neben Wohnungen auch das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum (WWZ) der Universität Basel. Im August 2010 bezog das Departement Altertumswissenschaften die Räumlichkeiten Petersgraben 51.
Die Überbauung ist Thema eines ausführlichen Artikels, den der damalige Basler Kantonsbaumeister Carl Fingerhuth für das Basler Stadtbuch verfasst hat.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-7059 1