Stadtgedächtnis seit 1879
Ein neues Safran-Zunfthaus
Obwohl ein Neubau die dreifachen Kosten eines Umbaus erfordert, beschliessen die Zunftbrüder zu Safran am 20. Januar 1899, ihre mittelalterliche Liegenschaft an der Gerbergasse abzubrechen und unter der Voraussetzung, dass der Charakter eines alten Zunfthauses deutlich zum Ausdruck gebracht wird, neu aufzubauen.
Im mittelalterlichen Gebäude Gerbergasse 11 wurden bis zum Jahr 1373 Kaufmannsgüter und Warenballen gelagert. Am 7. Januar 1423 erwarben die Krämer «von Bürgermeister und Rat um die Summe von 450 rheinischen Goldgulden den Ballhof mit allen Rechten und Zubehörden, willens, auf dieser am alten Rindermarkt, zwischen dem städtischen Kaufhaus und dem zum Birsig hinabführenden Gässlein gelegenen Hofstatt ein Zunfthaus aufzuführen».
1902 ersetzte die Zunft zu Safran das alte Gebäude (1888 durch Gustav Kelterborn umgebaut) durch das bis heute erhaltene, im Stil der niederländischen Gotik gehaltene Zunfthaus. Es wurde nach einem Entwurf von Gustav Adolf Visscher von Gaasbeck ausgeführt, das Foto stammt aus der Zeit um 1930.
Alles Wichtige zur Baugeschichte der Safran Zunft Basel findet sich im Basler Stadtbuch 1979.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Carl Hoffmann, BSL 1045c 3-11-4