Stadtgedächtnis seit 1879
Etoscha – das erste Themenhaus des Zolli
Vor 25 Jahren eröffnete im Zoo Basel eine Themenanlage zur afrikanischen Savanne. Die Basler Chronik hielt am 31. März 2001 fest: «Ab heute ist ‹Etoscha›, das erste Themenhaus des neuen Basler Zolli-Konzepts, offen. Anhand einer natürlichen Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen sollen dem Publikum ökologische Zusammenhänge, das Mit- und Gegeneinander im Nahrungskreislauf erleb- und begreifbar gemacht werden.» Namensgeber des Hauses ist die Etoscha-Pfanne in Namibia, ein meist ausgetrockneter Salzsee im Zentrum des grössten Nationalparks des Landes.
Themenanlagen, in denen verschiedene Tierarten gemeinsam leben und in biologische Zusammenhänge eingebettet sind, gehören heute zum Standard wissenschaftlich geführter Zoos. In der Savannenanlage des Zoo Basel leben neben Grossraubtieren wie Löwen, Geparden und Afrikanischen Wildhunden auch zahlreiche kleinere Arten der Trockensavanne. Dazu zählen unter anderem Heuschrecken, Graumulle, Siedelweber, Klippschliefer und Erdmännchen. Ziel der Anlage ist es, ökologische Wechselwirkungen sichtbar zu machen und Lebensräume als vernetzte Systeme zu vermitteln.
Im Basler Stadtbuch 2001 erschien ein von fünf Autoren verfasster Beitrag zur neuen Anlage und ihren tierischen Bewohnern.
Im Bild: Das Etoscha-Haus des Basler Zolli im Bau.
Bildquelle: Zoo Basel, Foto: Jörg Hess