Stadtgedächtnis seit 1879
Der Lachs wird gefangen!
9. November 1751: In Kleinhüningen vollziehen die Landvögte von Kleinhüningen und Riehen, die Gerichtsherren Kleinbasels und der Landvogt von Lörrach die Wuhröffnung der Wiese und den Lachsfang. «Sie besehen die Wiese, damit die Fisch durchgehend genug Wasser hinauf zu steigen finden. Dann verfügen sie sich an den Rhein, wo der Landvogt von Lörrach kurz erklärt, mit welchen Bedingungen Kleinhüningen verkauft worden ist, worauf er den Fischern Glück wünscht. Alsdann ziehen die Fischer ihr Garn, Wolf genannt, in dem Rhein um den Auslauf der Wiese, allwo die Fisch gemeiniglich etwas Zeit stehen bleiben, ehe sie hinauf steigen. Was in dem ersten Mahl gefangen wird – diesmahlen sind es 12 Stück, manchmal 20 bis 40 Stück – muss nach dem Befehl des Schultheissen der Kleinen Statt unter die anwesenden Gäste vertheilt werden. Es ist sonst noch anzumercken, dass dieser Tag von sämtlichen hohen Anwesenden und Gästen mit viel Vergnügen zugebracht wird und die Unkosten einmahl von dem Markgrafen, das andermahl von Basel bezahlt werden.» (Eugen A. Meier, ‹Basler Almanach›, 1989)
Das Foto zeigt das Wandbild an der Nordwestfassade des ehemaligen Restaurants ‹Zum Salmeck›, Vogesenstrasse 143/145, 1902. In den Untergeschossen desselben Gebäudekomplexes befand sich ein Bierdepot der Rheinfelder Salmenbrauerei.
Das Stadtbuch 2018 widmete der Kulturgeschichte und der angestrebten Rückkehr des Lachses in den Schweizer Rhein ein digitales Dossier.
Bildquelle: Basler Stadtbuch