Stadtgedächtnis seit 1879
Die Geburt des FC Nordstern
Auf den Tag genau vor 125 Jahren, am 21. März 1901, traf sich in der Jägerhalle an der Erlenstrasse eine Gruppe begeisterter junger Fussballfreunde, um den FC Nordstern zu gründen. Bereits am 1. Juli desselben Jahres nahm der Club den Spielbetrieb auf dem hinter der Erlenstrasse gelegenen Fischermätteli auf. 1912 stellte der Gemeinderat von Riehen dem FC Nordstern das Fussballfeld Stadlenrain zur Verfügung. Doch wirtschaftliche Not zwang den Verein, den Platz nach nur fünf Jahren wieder aufzugeben.
Den Traum eines eigenen Stadions konnte sich der FC Nordstern erst Anfang der 1920er-Jahre erfüllen. Auf dem Areal des Gas- und Wasserwerks entstand der Rankhof, eine vereinseigene Spielstätte mit einer fast 70 Meter langen Holztribüne, die sich an englischen Vorbildern orientierte. Das Eröffnungsspiel am 30. Dezember 1923 wurde zu einem Glanzpunkt der Vereinsgeschichte: Vor 3000 Zuschauern besiegte der FC Nordstern den FC Concordia Basel mit 5:2. In der Saison 1923/24 spielte Nordstern in der Serie A, der damals höchsten Schweizer Spielklasse. Zwischen 1923 und 1953 war der Rankhof zudem Austragungsort von nicht weniger als 14 Länderspielen der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.
Mit der Eröffnung des St. Jakob-Stadions im Jahr 1954 verlor der alte Rankhof zunehmend an Bedeutung und wurde schliesslich 1993 abgerissen. Kurz vor dem Abriss fotografierte Romano Hänni die Tribüne (Foto: Basler Stadtbuch 1996). Seit 1996 verfügt der FC Nordstern jedoch wieder über eine Heimstätte: den neuen Rankhof, der an die traditionsreiche Vergangenheit des Vereins anknüpft.
‹Sportanlagen im Kleinbasel. Der Rankhof des FC Nordstern› lautete der Titel eines Beitrags im Stadtbuch 1996.
Bildquelle: Basler Stadtbuch 1996