Stadtgedächtnis seit 1879
Das Waldenburgerli
Die Waldenburgerbahn, im Volksmund liebevoll ‹Waldenburgerli› genannt, trat vor 40 Jahren, am 1. Januar 1986, dem Tarifverbund Basel bei. Gleichzeitig wurden fünf Buslinien integriert. In der Basler Chronik ist dazu vermerkt: «Inkrafttreten des neuen Tarifverbundes, erweitert durch die Waldenburgerbahn und fünf Buslinien.»
Mit dem Beitritt zum Verbund erlebte die Bahn einen markanten Aufschwung: Zwischen Januar und Juni 1986 stieg die Zahl der Fahrgäste um 35,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Folge investierte man in leistungsfähiges neues Rollmaterial, modernisierte die Strecke, passte sie dem Taktfahrplan an und baute die Kreuzungsstellen aus.
1880 als schmalspurige Linie zwischen Liestal und Waldenburg eröffnet, verkehrte die Waldenburgerbahn zunächst mit Dampfbetrieb, ab 1953 elektrisch. 2016 ging sie in die Baselland Transport AG über. Zwischen 2021 und 2022 erfolgte eine komplette Erneuerung und die Umstellung von 750 mm Schmalspur auf Meterspur. Seit Dezember 2022 verkehrt die Bahn – nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme – mit modernen Niederflurfahrzeugen, gebaut von Stadler. Mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 verlor das Waldenburgertal den direkten Anschluss an die Schnellzüge nach Basel.
1984 lancierten die Basler Verkehrs-Betriebe und die BLT Baselland Transport AG das Umweltschutz-Abonnement. René Arber würdigte die Pioniertat im Basler Stadtbuch 1984.
Im Bild: Bahnhof Liestal mit Waldenburgerbahn, Dampflokomotive Nr. 5, Postwagen, Güterwagen und zwei Personenwagen.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Landschaft, Foto: Arnold Seiler, PA 6292- 01.201