Stadtgedächtnis seit 1879
Ein neues Museum für Basel
Heute vor 60 Jahren: «Im historischen Berri-Haus am St. Alban-Graben 5 öffnet das Antikenmuseum Basel seine Pforten. Am Festakt in der Barfüsserkirche nehmen Bundesrat Prof. Dr. iur. H. P. Tschudi und andere prominente Persönlichkeiten von nah und fern teil. Nach der Begrüssungsansprache von Regierungsratspräsident Dr. iur. A. ab Egg umreisst der Präsident der Kommission für das Antikenmuseum Dr. rer. pol. R. Käppeli die Bedeutung und die Aufgabe des Museums. Der Direktor des Museums, Dr. phil. E. Berger, erläutert die Geschichte der Sammlung und hebt ihre Schwerpunkte hervor. Die Universität (Philosophisch-Historische Fakultät) verleiht Dr. rer. pol. R. Käppeli die Ehrendoktorwürde.» (Basler Chronik, 3. Mai 1966)
Die Gründung des Museums wurde massgeblich von Basler Archäologen und Wirtschaftsvertretern vorangetrieben. Sie stellten ihre privaten Sammlungen zur Verfügung und unterstützten den Ausbau finanziell. Den Grundstein der heutigen Bestände bildeten umfangreiche Schenkungen von Giovanni Züst (1959) und Robert Käppeli (1963) mit insgesamt rund eintausend Objekten; weitere Sammler folgten diesem Beispiel. Einen bedeutenden Meilenstein stellte die Schenkung von 200 antiken Meisterwerken aus der Sammlung der deutschen Industriellen und Mäzene Peter und Irene Ludwig dar. Seither trägt die Institution den Namen Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.
Heute, am 3. Mai 2026, feiert das Museum dieses Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Programm: Neben Führungen und kulinarischen Angeboten soll eine Day-Disco mit Giuseppe Noxeema Jackson Cottone für Stimmung sorgen.
Lese-Tipps:
‹Ein neues Museum in Basel [Antikenmuseum]›, von Ernst Berger, Basler Stadtbuch 1965.
Zum neuen Ägyptensaal des Antikenmuseums publizierte Dominik Heitz im Basler Stadtbuch 2001.
Bild: Das Antikenmuseum, 1966 gegründet, befindet sich am St. Alban-Graben 5. Das Foto zeigt das Gebäude im Jahr 1938.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Fotoarchiv Wolf, NEG 9008