CityNightLine

Am 10. November 2016 fuhr der letzte CityNightLine der Deutsche Bahn von Berlin nach Basel. Die Streichung der Nachtzugverbindungen hatte das Unternehmen bereits am 17. Januar 2016 kommuniziert. Damals hiess es in der Basler Chronik: «Ab Ende 2016 werden verschiedene Nachtzüge mit Anschluss in Basel aus dem Fahrplan der Deutschen Bahn gestrichen. Betroffen sind Verbindungen nach Hamburg, Amsterdam, Berlin, Prag und Dresden. Auch der Autoreisezug von Lörrach nach Hamburg wird eingestellt. Als Grund wird das hohe Defizit der Angebote angegeben.»

Laut eigenen Angaben erzielte die Deutsche Bahn mit dem Nachtzugangebot CityNightLine zuletzt einen Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro, schrieb dabei jedoch einen Verlust von etwa 30 Millionen Euro. Der zunehmende Konkurrenzdruck durch Billigfluggesellschaften sowie Fernbusanbieter wie FlixBus verschärfte die wirtschaftliche Lage zusätzlich. Die SBB hatte ihre Nachtzuglinien bereits 2009 eingestellt. Die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) sprangen in die Lücke und übernahmen 2016 einen Teil der Verbindungen aus dem CityNightLine-Netz der Deutschen Bahn. Auch der Autoreisezug nahm am 16. Dezember 2016 seinen Betrieb wieder auf – neu unter der Flagge von BTE.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 kommen auf der Strecke Zürich–Basel–Hamburg Wagen der neuesten Generation zum Einsatz. Ab April 2026 wollte die SBB zudem eine neue Nachtzugverbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö anbieten. Der geplante Euronight sollte ganzjährig dreimal pro Woche in beide Richtungen verkehren. Die dafür notwendige Finanzierung durch den Bund scheiterte jedoch in beiden Kammern des Parlaments.

In vierzig Stunden reiste Thomas Knellwolf im Dezember 2007 von Basel nach Moskau. Sein kurzer Reisebericht ist im Basler Stadtbuch nachzulesen.

Im Bild: Zürich Hauptbahnhof: Internationaler Schlafwagen auf der Strecke Basel–Wien im Juli 1953.

Bildquelle: SBB Historic/SBB-Archiv, R_2582_06

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