Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 417

So sah der alte Fischmarkt vor 1905 aus. Neben dem gotischen Brunnen befanden sich zahlreiche kleine Geschäfts- und Wohnhäuser, bevor sie für die neue, 1908 in Betrieb genommene Börse weichen mussten. Doch die ersten Anzeichen der grundlegenden Veränderungen sind bereits sichtbar: Die Tramgleise der Linie 1 verbanden den Marktplatz über die Marktgasse und Kronengasse mit der Schifflände. Von dort führten sie in den Jahren 1903 bis 1905, als diese Aufnahme entstand, nicht über Mittlere Brücke, sondern über eine Notbrücke, die während der Zeit des Brückenneubaus benutzt wurde.

Das Gebäude links im Bild wurde wenig später abgerissen und durch das stadtbekannte Haus Fischmarkt 5 mit dem schönen Fenster im Dachgeschoss ersetzt. Architekt war Rudolf Sandreuter, Auftraggeber war Daniel Rudolf Sandreuter, Kaufmann und Vater des Architekten.

Nicht weniger als acht Zugänge trugen damals dem «forum piscatorium», dem Fischmarkt, einen äusserst lebhaften Verkehr entgegen: die Kronengasse (Marktgasse), das Tanzgässlein, das Helmgässlein, die Storchengasse (Stadthausgasse), das Kellergässlein, das Fischbrunnengässlein, der Salzberg (Petersberg, Spiegelgasse) und die Schwanengasse (Börse).

Damals trug der Fischmarkt seinen Namen noch zurecht, denn rund um den Brunnen wurden noch die in Rhein, Wiese und Birs gefangenen Speisefische feilgeboten. Zur Geschichte des Fischmarktbrunnens weiss das Jahrbuch 1956 mehr.

Das Basler Stadtbuch wünscht allen ein schönes Wochenende!

Bildquelle: Basler Stadtbuch

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