Ende einer Odyssee

Am 7. Mai 1932 wurde der Weg für ein Kunstmuseum in Basel geebnet. «In der Volksabstimmung, die durch das Referendum einmal von kommunistischer, zum andern von modern künstlerischer Seite und andern Neinsagern verlangt worden war, wird der Bau eines Kunstmuseums Basel am St. Alban-Graben mit 6836 Ja zu 6190 Nein-Stimmen angenommen; sämtliche politischen Parteien ausser der kommunistischen waren für die Vorlage eingetreten. Durch die Annahme findet die dreissigjährige Bautragödie endlich eine Lösung.» (Basler Chronik)

Für das historische Bauprojekt evaluierte der Kanton in mehr als drei Jahrzehnten ein Dutzend Standorte und schrieb mehrere Architekturwettbewerbe aus. Eröffnet wurde das grosse Haus schliesslich 1936. Und auch der Erweiterungsbau des Kunstmuseums benötigte 15 Jahre Anlaufzeit. In einem Stadtbuch-Dossier, das vor genau zehn Jahren online ging, beleuchtet Christoph Heim «Basels Hang zum Monumentalen».

Im Bild: Abstimmungsplakat nach Entwurf des Basler Künstlers Niklaus Stoecklin, 1932

Bildquelle: Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel, CH-000957-X:3307

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