Stadtgedächtnis seit 1879
Schnee im Dalbeloch
Am 8. Januar 1970 erlebten die Baslerinnen und Basler ein ähnliches Wetter wie wir es heute haben: Ein Hauch von Schnee und die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Das Dalbeloch stand damals noch vor seiner Umgestaltung. Es gab weder die Papiermühle noch das Museum für Gegenwartskunst oder die neuen Wohnbauten. Das Rheinbord war vor allem ein innenstadtnaher Parkplatz und die teils mittelalterlichen Bauten waren überwiegend in schlechtem Zustand.
Planungen für die Umgestaltung des St. Alban-Tals gab es bereits Anfang der 1960er-Jahre. Richtig Fahrt aufgenommen hat das Projekt jedoch erst mehr als zehn Jahre später. Federführend war damals die Christoph Merian Stiftung. Den Auftakt bildete die Restaurierung des St. Alban-Tors im Jahr 1976, später wurde aus der ehemaligen Bandfabrik eine Jugendherberge und die Stöcklinsche Papierfabrik wurde zum Museum umgebaut und erweitert. Daneben entstanden zahlreiche neue Wohnbauten, entworfen von verschiedenen Architekturbüros. Insgesamt wurden bis 1988 knapp 42 Millionen Franken in das Quartier an Rhein und Dalbedyych investiert, mehrheitlich von der Einwohnergemeinde Basel-Stadt und der CMS. Die Kosten für den Bau des Museums für Gegenwartskunst deckten Maja Sacher und ihre Kinder mit einer Schenkung.
Das Stadtbuch blickte 1988 auf die Umgestaltung des St. Alban-Tals zurück und stellte alle wichtigen Alt- und Neubauten vor.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-4431 1