Stadtgedächtnis seit 1879
Olten–Basel unter Strom
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts startete die SBB mit der Elektrifizierung ihres Streckennetzes. Direkt nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Gotthardlinie unter Strom gesetzt. Am 12. Dezember 1920 verkehrten die ersten elektrisch betriebenen Züge zwischen Erstfeld und Biasca. Dreieinhalb Jahre später, am 17. Mai 1924, folgte der Abschnitt Basel–Olten: «Um 1.06 Uhr fährt im Bundesbahnhof der erste elektrisch geführte, die Strecke Olten–Basel befahrende Zug ein.» Damit endete die Zeit der Dampflokomotiven auch auf dieser wichtigen Strecke. Ende 1924 stand die gesamte Strecke zwischen Basel und Chiasso unter Strom.
Parallel dazu wurde auch im Bahnhof Basel SBB die Elektrifizierung vorangetrieben, was jedoch nicht ohne tragische Zwischenfälle blieb. So musste der Regierungsrat am 18. Dezember 1924 eine Interpellation von Grossrat Mäglin zu tödlichen Betriebsunfällen im Bundesbahnhof im Zusammenhang mit der Elektrifizierung beantworten.
Ein ausführlicher Beitrag zur Geschichte der Elektrizität und des Elektrizitätswerks Basel erschien im Stadtbuch 1974.
Im Bild: Bundesbahnhof in Basel am 15. Juni 1922 mit elektrischer Lokomotive Ae 3/6 I N°10307.
Bildquelle: SBB Historic