Feldbergstrasse–Zeughaus direkt

Am 22. April 1915 stimmte der Grosse Rat von Basel-Stadt dem Vorschlag zu, eine neue Tramlinie von der Hardstrasse über die Adlerstrasse und die Zeughausstrasse bis nach St. Jakob zu erstellen. Die Inbetriebnahme der Linie verzögerte sich jedoch um drei Monate, da während des Ersten Weltkriegs der für die Oberleitung benötigte Kupferdraht nicht verfügbar war. Die Basler Chronik meldete schliesslich am 1. April 1916 die Aufnahme des Fahrbetriebs: «Die neue Strassenbahnlinie Feldbergstrasse–Zeughaus (Hardtstrasse-Linie) wird dem Verkehr übergeben. Sie stand seit Anfang des Jahres betriebsfertig. Die Eröffnung musste aber unterbleiben, weil der Kupferdraht für die Oberleitung nicht über die Grenze kam. An der Fortsetzung der Linie bis zur Kantonsgrenze am Birssteg bei St. Jakob wird eifrig gearbeitet. Die Weiterführung nach Muttenz ist, wie man hofft, nur eine Frage kurzer Zeit.»

Am 19. August 1916 konnte auch die Verlängerung der Linie bis nach St. Jakob eröffnet werden. Die gesamte Strecke war von Beginn an doppelspurig angelegt. Gleiswechsel befanden sich beim Zeughaus, wo sie bis Ende der 1930er-Jahre in Betrieb blieben, sowie am Streckenende, wo sie etwa bis 1925 genutzt wurden. Auf ihrem Weg passierte die doppelspurige Linie den Engpass zwischen dem St.-Jakobskirchlein und dem benachbarten Wirtshaus in einer markanten S-Kurve.

Der Beitrag «Vom Oldtimer-Drämmli zum Combino. Die Basler Verkehrs-Betriebe als kundenorientiertes Verkehrsunternehmen» findet sich im Stadtbuch 2001.

Im Bild: Das 12er-Tram verlässt im Jahr 1963 das Depot Wiesenplatz.

Bildquelle: Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 74.223)

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