Neugier auf beiden Seiten des Zauns

Am 11. Juni 1959 hielt Pressefotograf Hans Bertolf im Bild fest, wie eine Gruppe Kinder drei Giraffen beobachtete – und umgekehrt die Giraffen sich auch für die Kinder interessierten.

Zur Eröffnung des Antilopenhauses im Jahr 1910 sollten Giraffen als Hauptattraktion einziehen. Doch die beiden dafür vorgesehenen Tiere starben, bevor sie ihre Reise nach Basel antreten konnten. Erst zwei Jahre später kamen zwei Giraffenbullen aus Tansania und 1952 gab es die erste Giraffengeburt im Basler Zoo. Seit 2009 gibt es die Aussenanlage hinter dem Antilopenhaus. Als das Foto aufgenommen wurde, lebten im Basler Zolli Massai-Giraffen. Seit 2011 gibt es nur noch die seltenen, vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffen. Am 11. März 2026 wurde das bisher letzte Basler Giraffenbaby geboren. Das Weibchen erhielt den Namen Xahara. Mit Xahara umfasst die Gruppe der Kordofan-Giraffen nun fünf Tiere: die beiden Bullen Xamburu (16) und Vizuri (2) sowie die Kühe Sophie (15) und Violette (3) und das aktuelle Jungtier. Der Wildbestand der Kordofan-Giraffen, die im Sudan und in der Zentralafrikanischen Republik leben, wird auf rund 1400 Tiere geschätzt – mit weiterhin abnehmender Tendenz.

Vor zwei Jahren veröffentlichte das Stadtbuch ein umfangreiches Dossier zur Geschichte des Basler Zoos. Anlass war der 150. Jahrestag seiner Eröffnung im Jahr 1874.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 3-7-516 1

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