Stadtgedächtnis seit 1879
Das Haus zum Kirschgarten wird zum Museum
Genau vor 75 Jahren, am 24. Februar 1951, vermeldete die Basler Chronik die Eröffnung des Kirschgarten-Museums an der Elisabethenstrasse als Museum für Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts.
Das Museum ist Teil des Historischen Museums Basel. Der Grossteil der Ausstellungsfläche ist bürgerlichen Basler Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts gewidmet. Das Ausstellungskonzept setzt das erste Basler Wohnmuseum im Segerhof fort, der 1934 abgerissen wurde. Dabei blieb das quasi authentische, an einer Basler Familie dokumentierte Beispiel einer gewachsenen Einrichtung mit vier Zimmern erhalten.
Das Foto des von 1775 bis 1777 nach Plänen von Johann Ulrich Büchel erbauten Hauses zum Kirschgarten in der Elisabethenvorstadt stammt aus der Zeit um 1930, als das heute steinsichtige Palais noch einen hellen Anstrich hatte.
Das Basler Jahrbuch 1957 widmete dem Erbauer des Kirschgartens, dem Seidenbandfabrikanten und Oberst in schwedischen und britischen Diensten Johann Rudolf Burckhardt (1750–1813), einen eigenen Beitrag.
Burckhardts Sohn war der als «Scheich Ibrahim» bekannt gewordene Forscher Johann Ludwig Burckhardt (1784–1817), der unter anderem die Stadt Petra und den grossen Tempel von Abu Simbel wiederentdeckte.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Foto Hoffmann, BSL 1045c 3-1-10