Stadtgedächtnis seit 1879
100 Jahre Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen
Am 26. Mai 1926 wurde die Genossenschaft gegründet; die Stadt befand sich damals in einer Phase erheblicher sozialer Spannungen und akuter Wohnungsnot. Insgesamt 235 Personen nahmen an der Gründungsversammlung teil und signalisierten damit ihr Interesse. Der Zweck der Genossenschaft wurde wie folgt festgelegt: «Den Genossenschaftern gesunde und billige Wohnungen zu verschaffen und damit ihre soziale Wohlfahrt zu fördern.»
Am 10. August 1926 fand auf dem rund zehntausend Quadratmeter grossen Gelände an der Ecke Gundeldingerstrasse / Thiersteinerallee der erste Spatenstich statt. Schon weniger als ein Jahr später konnten die ersten Wohnungen der ersten Bauetappe planmässig bezogen werden, gefolgt von jenen der zweiten Etappe am 1. Oktober. Die Überbauung umfasste insgesamt 133 Wohnungen sowie einen ACV-Laden. Die Baukosten beliefen sich auf etwa drei Millionen Franken. In den kommenden Jahren sind in der Wohnsiedlung umfassende Sanierungs- und Umbauarbeiten vorgesehen.
Im Basler Stadtbuch 2011 erläuterte Christof Wamister die Rolle und Bedeutung der Basler Wohngenossenschaften.
Im Bild: Wohnhaus der Wohngenossenschaft Gundeldingen im Jahr 1935.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Fotoarchiv Wolf, NEG 4459