Stadtgedächtnis seit 1879
Grundsteinlegung für den «Palazzo Panozzo»
Am 10. Juni 1959 feierte der grüne Basler Vorort Riehen die Grundsteinlegung für das neue Gemeindehaus an der Wettsteinstrasse 1. Der Neubau entstand auf einer Parzelle, die durch den Umzug der Taubstummenanstalt freigeworden war. Die Entwürfe für das Verwaltungsgebäude stammten vom Basler Architekten Giovanni Panozzo, der drei Jahre am Bauhaus in Dessau studiert hatte. Bereits am 24. Juni 1961 konnte das Gemeindehaus mit Schulzahnklinik, Gemeindebibliothek und Mütterberatung seiner Bestimmung übergeben werden. In Riehen sprach man liebevoll vom «Palazzo Panozzo».
Der Neubau fiel in eine Zeit, in der Riehen ein enormes Wachstum erlebte. In den 15 Jahren von 1950 bis 1965 verdoppelte sich die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner von 10'000 auf 20'000, wodurch sich nicht nur der Massstab der Architektur in der Dorfmitte, sondern auch das Gesicht der ganzen Gemeinde veränderte.
Das Jahrbuch z’Rieche 2011 widmete dem Gemeindehaus einen eigenen Beitrag, der hier online verfügbar ist.
Im Jahr 1522 ging das Bauern- und Winzerdorf Riehen an die Stadt Basel über. Genau ein halbes Jahrtausend später veröffentlichte das Stadtbuch ein Dossier mit dem Titel ‹Basel und Riehen: 500 Joor zämme›.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-1185 1