Ein seltener Blick

Die Marienkirche an der Holbeinstrasse gehört zu den eher versteckten Gotteshäusern Basels. Die Aufnahme vom 8. April 1947 zeigt die Kirche nach dem Abriss der gegenüberliegenden historischen Wohnbauten, aber vor der Errichtung eines grossen Neubaus. Dem Fotografen Hans Bertolf bot sich die seltene Gelegenheit, das Hauptportal der neoromanischen Kirche in ganzer Schönheit zu fotografieren.

Die feierliche Grundsteinlegung für die neue römisch-katholische Kirche erfolgte am 22. Mai 1884 und Weihnachten 1885 konnte das Gotteshaus, erbaut nach Plänen von Paul Reber, dem Baumeister der unweit entfernten Synagoge, benediziert werden. Daraufhin fanden die ersten Messen und Gottesdienste statt. Drei Wochen später wurden die Glocken geweiht. Die eigentliche Kirchweihe feierte man am 23. Mai 1886, genau zwei Jahre und einen Tag nach der Grundsteinlegung.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Kirchweihe erschien im Stadtbuch ein Beitrag zur Baugeschichte der Marienkirche.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 1-87 1

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