Stadtgedächtnis seit 1879
Eine Million Tonnen Güter auf dem Schiff
Genau heute vor 100 Jahren, am 17. November 1925: «Im Rheinhafen wird die millionste Tonne Güterumschlags dieses Jahres eingebracht.» (Basler Chronik) Erst drei Jahre zuvor, im Jahr 1922, wurde mit der Eröffnung des Hafenbeckens 1 die Grundlage für den Hafen Kleinhüningen in Basel gelegt. Bevor das Hafenbecken in Betrieb ging, legten die Schiffe an der Schifflände, am St. Johanns-Rheinweg und ab 1911 im damals neuen Industriehafen St. Johann an. Letzterer diente vornehmlich dem Umschlag von Getreide und Kohle, die in Silogebäuden gelagert wurden. Der deutschstämmige Ingenieur Rudolf Gelpke war es, der kurz nach 1900 die Idee eines regelmässig schiffbaren Rheins von Strassburg nach Basel vorantrieb und später den Bau des Kleinhüninger Hafens initiierte.
Alle drei Hafenareale in Basel, Muttenz und Birsfelden verzeichneten im vergangenen Jahr ein Umschlagsplus. Insgesamt haben die Schweizerischen Rheinhäfen rund 5,4 Millionen Tonnen Transportgüter umgeschlagen. Der Jahresumschlag betrug im Jahr 2024 rund 5,4 Millionen Tonnen, was einem Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Basler Stadtbuch von 1979 widmete sich drei verschiedenen Jubiläen der Basler Schifffahrtsgeschichte: 75 Jahre Rheinschiffahrt nach Basel – 75 Jahre Schweizerische Schiffahrtsvereinigung – 25 Jahre Schiffahrtsausstellung ‹Unser Weg zum Meer›.
Im Bild: Blick vom Hafendamm auf den Raddampfer ‹Luzern› und weitere Schiffe am 17. November 1925.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Carl Hoffmann, Basel, BSL 1045c 2-964