Der berühmteste Affe Basels

Auf dem Foto vom 24. März 1960 ist das junge Affenweibchen Goma zusammen mit Zoodirektor Prof. Dr. Ernst M. Lang zu sehen. Goma war erst der zweite in einem Zoo geborene Gorilla weltweit und zugleich der erste in Europa. Da die Affenmutter Achilla ihr Junges nach der Geburt am 23. September 1959 nicht säugte, nahmen Direktor Lang und seine Frau Trude es kurzerhand zu sich und zogen Goma wie ein eigenes Kind auf. Mit Pepe bekam Goma später einen gleichaltrigen Gefährten. Im Alter von knapp drei Jahren kehrten die beiden in die Affengruppe des Zolli zurück.

Über Gomas Leben in einer Menschenfamilie berichteten damals Medien in ganz Europa. Der Zoo Basel, der 2024 sein 150-jähriges Gründungsjubiläum feierte, schreibt auf seiner Website: «Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit war Goma ihr ganzes Leben den Menschen verbunden und war deshalb in ihrer Gruppe lange eine Aussenseiterin geblieben. In ihren beiden letzten Lebensjahrzehnten konnte sie sich immer mehr ins Familienleben integrieren.» Goma starb am 7. Juni 2018 als ältester Zoo-Gorilla der Welt. 58 Jahre sind für Menschenaffen ein sehr hohes Alter. Das Doppelporträt von Ernst Lang und Goma entstand heute vor 66 Jahren.

Ernst Lang war nicht nur Zoodirektor, sondern auch Autor des Stadtbuchs. Sein Beitrag ‹Der Basler Zolli – gestern, heute und morgen› aus dem Jahr 1972 ist hier verfügbar.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Hans Bertolf, BSL 1013 3-7-556 1

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