Parkplätze – kleine Fläche, grosser Streit

Das Parkhaus City – ursprünglich als Spitalparking bekannt – öffnete vor einem halben Jahrhundert als fünfgeschossige Anlage unter dem Spitalgarten: «Nachdem das neue Spitalparking mit 500 Plätzen unter der Woche und 800 Plätzen am Wochenende der Öffentlichkeit zugänglich ist, heben die Behörden das Marktplatzparking auf.» (Basler Chronik, 2. Juli 1976) Um den laufenden Spitalbetrieb nicht zu beeinträchtigen, entstand die Tiefgarage im Senkdeckenverfahren von oben nach unten.

Die Passage Richtung Petersgraben, auch bekannt als ‹Pantongang›, gestaltete 1978 der dänische Architekt und Designer Verner Panton (1926–1998), der viele Jahre in Basel lebte. Im Rahmen des Ersatzbaus des Klinikums 2 des Universitätsspitals schloss die Passage vor zwei Jahren. Eine Rekonstruktion des Pantongangs entstand deshalb an neuer Stelle.

In vielen Schweizer Städten dienten mit dem Aufkommen des Automobils zentrale Plätze als Parkierungsflächen – in Basel etwa auch der Barfüsserplatz und der Marktplatz. Erst der Bau von Parkhäusern verlagert den ruhenden Verkehr schrittweise aus den historischen Stadträumen.

‹Parkplätze – kleine Fläche, grosser Streit› lautet der Titel eines Stadtbuch-Dossiers aus dem Jahr 2020, in dem Philipp Loser den lang anhaltenden und bis heute prägenden Konflikt um Verkehrsflächen und Parkraum in Basel beleuchtet.

Im Bild: Der Marktplatz als Parkplatz im Jahr 1938.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Lothar Jeck, BSL 1060c 3/2/373

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