Trinkwasser für Basel

Am 12. April 1866, heute vor 160 Jahren, nahm die zentrale Wasserversorgung der Stadt Basel ihren Betrieb auf – ein Meilenstein für die moderne Trinkwasserversorgung der Stadt. Grundlage dafür war eine Konzession, die der Kleine Rat der Gesellschaft für Wasserversorgung für die Dauer von dreissig Jahren erteilt hatte.

Die Gesellschaft hatte eine Wasserleitung von den Grellinger und Angensteiner Quellen nach Basel bauen lassen. Herzstück der Anlage war ein grosses Reservoir auf dem Bruderholz, das rund vier Millionen Liter Wasser fasste. Dank seiner erhöhten Lage konnte das Wasser mit natürlichem Druck in das städtische Leitungsnetz und bis in die Häuser Basels geleitet werden – ein technischer Fortschritt, der den Alltag der Bevölkerung nachhaltig veränderte. Mit dem neuen Leitungsnetz wurde im selben Jahr auch das erste Hydrantennetz der Schweiz in Betrieb genommen, was die Brandbekämpfung deutlich verbesserte.

Doch die private Organisation der Wasserversorgung erwies sich bald als problematisch. «Schon sehr bald zeigte sich jedoch, dass die Gesellschaft zwar lebhaftes Interesse am Verkauf ihrer Dienstleistung hatte, nicht aber an der Gewährleistung der Wasserqualität und auch nicht an der geordneten Abführung des Wassers», schrieb David Tréfás im Basler Stadtbuch 2013.

Als die Missstände zunehmend unhaltbar wurden, entschloss sich der Kleine Rat 1875 zum Eingreifen: Der Kanton übernahm die Gesellschaft für Wasserversorgung für 3,1 Millionen Franken und legte damit den Grundstein für die kommunale Organisation der Basler Trinkwasserversorgung.

Im Bild: Bau des neuen Wasser-Reservoirs auf dem Bruderholz im Jahr 1865. 

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Johann Jakob Schneider, BILD Schn. 82

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