Stadtgedächtnis seit 1879
Das Weiherschlösschen Klybeck
Die Stadt Basel verkaufte am 28. April 1523 das wegen seiner Lage an der Landstrasse nach Kleinhüningen bedeutsame Weiherschlösschen Klybeck an den Mediziner Berthold Barter für 700 Gulden. Mit dem Kauf war die Auflage verbunden, das Anwesen nicht ohne Zustimmung des Basler Rates zu veräussern. Erst im Jahr zuvor hatte Basel das Schloss vom Steinschneider Sigmund übernommen.
Am 10. Juni 1738 erwarb die Obrigkeit von Johann Rudolf Burckhardt das Klybeckschlösschen zum Preis von 24'000 Pfund. Matten, Äcker, Reben, Wald, Weid, Wuhr, Mühlen und Öltrotte wurden für 19'000 Pfund an die Gemeinde Kleinhüningen verkauft. Das Schlösschen selbst, zusammen mit Hof, Stallung, Garten, Ziehbrunnen und Fischrecht, blieb hingegen im Besitz Basels. Im April 1798 versteigerte Basel den landvögtlichen Sitz an den Meistbietenden. Käufer wurde für 14'800 Franken der Güterfuhrhalter Lucas Iselin, dem auf sein Ansuchen von der Verwaltungskammer am 16. Juli die alten Kaufbriefe ausgehändigt wurden.
Ab 1903 war das Schloss im Besitz der Basler Baugesellschaft, die das Gebäude in ein Mietshaus umwandelte. 1955 wurde das Schloss Klybeck abgebrochen, um einem modernen Wohnhaus an der Klybeckstrasse 248 Platz zu machen.
Die Geschichte des kleinen Weiherschlosses Klybeck mit seinen vielfach wechselnden Besitzerinnen und Besitzern fasst ein Jahrbuch-Artikel von 1911 zusammen.
Im Bild: Das Klybeckschloss vor 1925.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Bernhard Wolf, NEG A 1903