Ein Bund fürs Wohnen

Heute auf den Tag genau vor 100 Jahren schlossen sich in Basel unterschiedliche Wohnbaugenossenschaften zusammen und gründeten am 28. Juni 1926 den Bund der Basler Wohngenossenschaften. Er entstand in einer Zeit, in der die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg den Aufbau neuer, gemeinschaftlich organisierter Wohnformen stark vorantrieb. Ziel war es, die damals noch jungen Wohnbaugenossenschaften zu bündeln und ihre Kräfte im Interesse des gemeinnützigen Wohnungsbaus zu koordinieren. Der Bund hat sich klar abgesteckte Ziele gesetzt: Beratung und Förderung der neuen Bau- und Wohngenossenschaften, Beratung beim Landkauf oder beim Abschluss von Baurechtsverträgen, Schaffung einer Bürgschaftsgenossenschaft.

Da in der Agglomeration Basel zunehmend neue Genossenschaften entstanden, entschied sich der Verband 1974 für eine Namensänderung und trat fortan als Bund nordwestschweizerischer Wohngenossenschaften auf. 1976 feierte er sein 50-jähriges Bestehen und vereinte bereits 103 Genossenschaften mit insgesamt 11'030 Wohnungen. Im Stadtbuch 1976 veröffentlichte Walter Ruf den Beitrag: ‹Ein halbes Jahrhundert im Dienste der Wohnlichkeit›.

Heute firmiert der Verband unter dem Namen Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz. Er zählt rund 210 Wohngenossenschaften mit etwa 17'000 Wohnungen zu seinen Mitgliedern.

Im Bild: Wohnhäuser «Im Surinam» kurz vor ihrer Fertigstellung, 1930.

Bildquelle: Wohnbaugenossenschaft Eglise

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