Bankgeschäfte im Hinterzimmer eines Restaurants

«Am 2. Oktober 1899 eröffnet die Basler Kantonalbank ihre Thätigkeit in ihrem einstweiligen Unterkunftsort, den hintern Räumen des ehemaligen Gasthofes zur Krone.»

In der Anfangszeit beschäftigte die Bank zehn Mitarbeitende, darunter vier Lehrlinge. Das Geldinstitut wurde mit dem Ziel gegründet, «den Geld- und Kreditverkehr der Einwohnerschaft des Kantons Basel-Stadt zu erleichtern und die Bedürfnisse des Handwerker- und Gewerbestandes sowie des kleineren und mittleren Liegenschaftsbesitzers zu berücksichtigen».

Der Gasthof zur Krone befand sich an der Ecke Kronengasse/Schifflände. Das Foto entstand um 1872, die Krone ist darauf farbig hervorgehoben. Ganz rechts im Bild ist die alte Gewerbehalle an der Schifflände zu sehen, die 1902 dem neu zu bauenden Hauptsitz der Kantonalbank weichen musste. Dem Abriss der Gewerbehalle ging am 23. Juni 1900 ein Volksentscheid mit nur 23 Stimmen Unterschied voraus. 1937 zog die BKB dann in die Spiegelgasse um. Im Hintergrund des Bildes erkennt man rechts den Turm der Peterskirche und links blickt man in die noch schmale Eisengasse. Im Vordergrund ist der hölzerne Teil der alten Rheinbrücke mit den steinernen Sitzbänken zu sehen. Sie war damals die einzige Verbindung zwischen Grossbasel und Kleinbasel. Die Wettsteinbrücke folgte 1879 und die Johanniterbrücke 1882, erst danach bezeichnete man die alte Rheinbrücke als Mittlere Brücke.

Das Stadtbuch nahm das 75-Jahr-Jubiläum der Gründung der Basler Kantonalbank zum Anlass für einen umfangreichen Artikel zur Geschichte des Bankhauses.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Fotoarchiv Wolf, NEG 2073)

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