Keine Komplimente für Basel

Am 12. August 1867 unternehmen der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski und seine 25 Jahre jüngere zweite Frau vor ihrer Weiterreise eine Stadtbesichtigung in Basel. Anna Grigorjewna Dostojewskaja hielt ihre Eindrücke in ihrem Tagebuch fest und schrieb unter anderem auch: «Mein Gott, was für einen traurigen Anblick bietet diese Stadt! Grosse dreistöckige Steinhäuser, doch bei allen sind die Fensterläden geschlossen, obwohl es überhaupt nicht heiss ist. Das verleiht dieser Stadt einen so trübseligen Charakter, es wird einem ganz beklommen zumute. Auf den Strassen ist wenig Betrieb, nur ab und zu einmal eine alte Frau oder ein Mann, sonst sieht es so aus, als hätte gerade die Cholera in der Stadt gewütet. Ich glaube, es muss furchtbar langweilig sein, hier zu leben …»

Die Fotografie stammt aus jener Epoche, in der die Dostojewskijs ihre Reise unternahmen. Die Aufnahme entstand vor 1866 und zeigt einen Blick vom Turm der damals kurz vor ihrer Fertigstellung stehenden Elisabethenkirche hinunter auf das Steinenquartier. Im Hintergrund links ist das Steinentor zu erkennen, das als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung im Oktober 1866 abgerissen wurde. Seit 1970 befindet sich an dieser Stelle das Heuwaage-Viadukt. (Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, AL 45, 4-98-3)Die Fotografie stammt aus jener Epoche, in der die Dostojewskijs ihre Reise unternahmen. Die Aufnahme stammt von vor 1866 und zeigt einen Blick vom Turm der damals kurz vor ihrer Fertigstellung stehenden Elisabethenkirche auf das Steinenquartier. Im Hintergrund links erkennt man das Steinentor, das 1866 abgerissen wurde. Seit 1970 befindet sich etwa dort das Heuwaage-Viadukt.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, AL 45, 4-98-3

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