Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 408

So sah das untere St. Johann in der Zeit um 1910 aus. Auf der Strasse entdeckt man, dass das Tram Nr. 15 (später Tram 6, heute Nr. 11) Richtung Hüningen damals noch eingleisig unterwegs war. In den Anfangsjahren dieser grenzüberschreitenden Tramverbindung ins Deutsche Reich sollten vor allem die Hüninger und Neudorfer Gemüsefrauen ihre Frischwaren bequemer auf den Basler Marktplatz bringen können. Die Pferdeäpfel am Boden erinnern daran, das auch zu dieser Zeit noch viele Transporte mit der Kutsche erledigt wurden.

Die Häuser links wurden in den Dreissigerjahren abgerissen, um Neubauten Platz zu machen. Am rechten Bildrand erkennt man die St.-Johanns-Apotheke, die es bis heute gibt. Im Hintergrund zeichnet sich das St. Johanns-Tor ab, ehemals ein Teil der äusseren Stadtmauer, die die Vorstädte schützte. Erbaut wurde das Tor in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, 1984 bis 1986 erlebte es eine umfassende Renovierung.

Über Wesen und Wandel des Santihans berichtete das Stadtbuch im Jahr 1983.

Das Basler Stadtbuch wünscht allen ein schönes, spätsommerliches Wochenende!

Bildquelle: Basler Stadtbuch

Teilen