Stadtgedächtnis seit 1879
10 Jahre Erweiterungsbau des Kunstmuseums – schon oder erst?
«Nach knapp vierjähriger Bauzeit wird der Erweiterungsbau des Kunstmuseum Basel auf dem ehemaligen Burghofareal seiner Bestimmung übergeben. Zu den Gästen der feierlichen Zeremonie zählt Bundesrat Alain Berset. Im Zuge der Neupräsentation der Kunstsammlung blieb der Hauptbau von 1936 etwas mehr als ein Jahr geschlossen; die Gebäude sind durch eine unterirdische Passerelle miteinander verbunden. Finanziert wurde der Bau durch eine Schenkung von 50 Mio. Franken der Laurenz-Stiftung und einen Baukredit des Kantons in gleicher Höhe.» (Basler Chronik, 16. April 2016)
Für den Neubau schrieb der Kanton einen Architekturwettbewerb aus. 23 Büros waren eingeladen, darunter fünf Pritzker-Preisträger. Den Wettbewerb gewannen die in Basel tätigen Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein. Ihr markanter Betonbau mit hellgrauer Backsteinfassade prägt nun seit einer Dekade das Stadtbild.
Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel aus dem Jahr 1936 ist sanierungsbedürftig. Daher wird das Museum bald für mehrere Jahre geschlossen. Erneuert werden müssen die Gebäudehülle, der Innenausbau sowie die technische Infrastruktur – alles in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege. Gleichzeitig sollen im Erdgeschoss die Nutzungen optimiert werden. Den Auftrag für die Sanierung erhielt wiederum das Architekturbüro Christ & Gantenbein. Mit dem Neubau und dem Kunstmuseum Basel Gegenwart stehen der Institution auch während der Sanierung weiterhin Ausstellungsflächen zur Verfügung.
Im Bild: Eröffnung des Erweiterungsbaus des Kunstmuseums Basel am 16. April 2016. Basler Stadtbuch 2016, Fotos: Kathrin Schulthess
Der Museumsbau war auch Thema im Basler Stadtbuch 2016. Der Journalist Christoph Heim verfasste dazu ein Dossier.
Bildquelle: Fotos: Kathrin Schulthess