Der grösste Friedhof der Schweiz

Bereits im Jahr 1919 wurde der Grundsatzentscheid für einen städtischen Zentralfriedhof am Hörnli gefällt. Der Gottesacker wurde zwischen 1926 und 1932 nach Plänen des Architektenteams Bräuninger, Burckhardt, Klingelfuss, Leu und Suter angelegt. Der Friedhof präsentiert sich als symmetrisch angeordnete Gartenanlage. Das parkähnliche Areal ist in zwölf Grabfelder gegliedert, die sich durch ihre Nutzung, die architektonische Anordnung und die Bepflanzung voneinander unterscheiden. Das Luftbild zeigt den Friedhof am 17. Juni 1931, heute vor 95 Jahren. Die Einweihung der Anlage erfolgte ein reichliches Jahr später, am 1. Juli 1932.

Der nach dem Hornfelsen in der deutschen Grenzgemeinde Grenzach-Wyhlen benannte Friedhof liegt auf Boden der Gemeinde Riehen und ist der grösste Gottesacker der Schweiz. Das 50 Hektar grosse Areal beherbergt rund 40'000 Gräber, Nischen und Familiengräber. Auf ihm ruhen prominente Persönlichkeiten wie der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt, der Theologe Karl Barth, der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers, der Musikmäzen Paul Sacher, der Lokalchronist Gustav Adolf Wanner, der Grafiker Rolf Rappaz, die Künstlerin Irène Zurkinden, die Schriftstellerin und Erzählerin Cècile Ines Loos oder das Galeristen- und Kunstsammlerpaar Hilda und Ernst Beyeler.

Barbara Reber beschrieb den Friedhof am Hörnli im Basler Stadtbuch 2005.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, BALAIR 2782W

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