Stadtgedächtnis seit 1879
Winter in Basel im Januar 1911
«Der Monat Januar 1911 hinterlässt das Andenken eines richtigen Wintermonats mit ansehnlicher Kälte und viel Schnee», hielt die Basler Chronik am 31. Januar 1911 fest. Die Durchschnittstemperatur lag bei −2,4 Grad Celsius. Der Schnee verwandelte die Stadt in ein Schnee- und Schlittelparadies.
Am 11. Januar nutzte die jüngere Schuljugend die Gelegenheit, das Petersplatzgässlein vom Spalentor Richtung Petersplatz zu schlitteln. Gegenüber dem Stachelschützenbrunnen zeichnen sich die Umrisse des einst berühmten Basler Zeughauses ab. Beim Schlitteln warnte die Jugend traditionell mit dem Ruf ‹Schällehaup› – bis dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Mode kam. Paul Barth stellte im Basler Jahrbuch 1910 fest, ‹Schällehaup› sei veraltet, und «[…] unsere jetzige Jugend lässt den gebildeter klingenden Ruf ‹Achtung› erschallen».
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