Stadtgedächtnis seit 1879
Basler Kartengruss zum Wochenende Nr. 419
Im Herbst 2025 feierte die katholische Antoniuskirche das 100-jährige Jubiläum ihrer Grundsteinlegung. Bereits 1927 wurde der Bau vollendet und die Kirche eingesegnet. Die eigentliche Kirchweihe erfolgte jedoch erst im Jahr 1931 und die Glockenweihe nochmals zwei Jahre später.
In Architekturkreisen hat die St. Antonius Berühmtheit erlangt, da sie das erste Gotteshaus in der Schweiz ist, das aus Stahlbeton gefertigt wurde. Der Entwurf für das Gebäude und seine künstlerische Ausstattung stammt von Karl Moser, die beeindruckenden Glasmalereien von Otto Staiger und Hans Stocker. Das Bauwerk steht unter eidgenössischem Denkmalschutz. Zuletzt führte dies unter anderem dazu, dass auf dem grossflächigen Dach keine Solaranlage installiert werden durfte.
Die Ansichtskarte stammt aus den späten 1930er-Jahren und zeigt einen Blick aus der Wintergasse hinauf zum schlanken, 70 Meter hohen Glockenturm. Eine Besonderheit des Bauplatzes ist hier noch gar nicht zu erkennen: Anders als die meisten Kirchen steht St. Antonius nicht frei, sondern ist Teil der Blockrandbebauung an der Kannenfeldstrasse. Die Kirche hat also auf ihren beiden Schmalseiten direkt anschliessende Wohnhäuser. Das Foto zeigt, dass der Anschlussbau auf der rechten Seite erst später errichtet wurde.
Nach der umfassenden denkmalpflegerischen Sanierung der Antoniuskirche in den Jahren 1981 bis 1991 veröffentlichte das Basler Stadtbuch eine ausführliche Beschreibung des Gotteshauses mit vielen Abbildungen.
Bildquelle: Basler Stadtbuch