Kirchenweihe vor 140 Jahren

«Einweihung der katholischen Marienkirche durch den Bischof; Festprediger: Reichstagsabgeordneter Winterer aus Mülhausen; anschliessend an die Weihe Festessen im Casino und abends Abendunterhaltung in der Burgvogteihalle.» (Basler Chronik, 23. Mai 1886)

Die Grundsteinlegung war nahezu exakt zwei Jahre zuvor erfolgt. Bereits an Weihnachten 1885 konnte das neue Gotteshaus – errichtet an der Holbeinstrasse nach den Plänen des Architekten Paul Reber, dem Erbauer der unweit gelegenen Synagoge – benediziert werden, sodass erste Messen und Gottesdienste stattfinden konnten. Nur drei Wochen später folgte die feierliche Weihe der Glocken.

Mit dem Bau der Marienkirche erhielt die römisch-katholische Gemeinde in Basel erstmals seit der Reformation wieder ein eigenes Gotteshaus. Zu jener Zeit lebten in der Stadt rund 22'000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 68'000 Einwohnern.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Kirchweihe erschien im Stadtbuch ein ausführlicher Beitrag zur Baugeschichte der Marienkirche.

Im Bild: Die Marienkirche im Bau.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Jacob Koch, NEG 6249

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