Stadtgedächtnis seit 1879
1850: Weihe der ersten Basler Synagoge
Im Jahr 1849 ersuchten die damaligen Vorsteher der jüdischen Gemeinde um eine Bewilligung zum Ankauf der Liegenschaft Unterer Heuberg 21, die aus einem kleinen Wohnhaus mit Stallung und einem Hinterhaus bestand, um sie in eine Synagoge umzubauen.
Am 4. September 1850, heute vor 175 Jahren, wurde die erste Synagoge in einem eigenen Haus eingeweiht. Zuvor war es Juden in Basel nicht gestattet, öffentliche Gottesdienste abzuhalten. Die Einweihung der Synagoge erfolgte in Anwesenheit des Rabbiners Moise Nordmann aus Hegenheim. Er hatte auch den israelitischen Gesangsverein aus Hegenheim mitgebracht, der für die musikalische Gestaltung des Einweihungsgottesdienstes sorgte. Das Gotteshaus bot nur dreissig Männern Platz. Aufgrund der zunehmenden Zahl jüdischer Gemeindemitglieder wurde an der Ecke Leimenstrasse/Eulerstrasse nach den Plänen von Hermann Gauss 1867/68 ein Neubau errichtet.
Bild: Blick in den unteren Heuberg zur alten Synagoge (Nr. 21) vom Gemsberg aus, links das Haus zur Rothenburg (Nr. 1), der Gemsbrunnen, rechts das Haus zum schwarzen Ritter (Nr. 2/4). Aquarell von Johann Jakob Schneider, 1879.
Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Johann Jakob Schneider, 1879. BILD Schn. 142