Beginn der Brautradition in Rheinfelden

Heute auf den Tag genau vor 150 Jahren, am 8. Februar 1876, setzten der Brauer Theophil Roniger und der Bauer Mathias Wüthrich in der ‹Kollektivgesellschaft Wüthrich & Roniger Brauerei zum Feldschlösschen› in Rheinfelden den ersten Sud an. Dieses Datum markiert die Geburtsstunde der Marke und des Unternehmens Feldschlösschen.

Mit dem Kapital von Wüthrich erwarben die beiden zuvor eine alte Fabrikliegenschaft in unmittelbarer Nähe des neu eröffneten Bahnhofs Rheinfelden. Bis Ende Januar 1876 investierten sie die beträchtliche Summe von 365'000 Franken in den Umbau, modernste Brauereieinrichtungen sowie in Rohmaterialien – eine für die damalige Zeit aussergewöhnlich mutige und vorausschauende Investition.

Die Partnerschaft zwischen Wüthrich und Roniger hatte jedoch bereits acht Jahre früher ihren Anfang genommen. Am 8. Februar 1868 braute Paul Roniger im Restaurant seines Vaters in Magden seinen ersten eigenen Sud.

Die strategisch klug gewählte Lage der neuen Brauerei an der Bözberg-Bahnlinie erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Sie ermöglichte einen effizienten Vertrieb nach Basel und in die ganze Schweiz. Bereits im Jahr 1898 überschritt die Produktion die Marke von 100'000 Hektolitern Bier, womit Feldschlösschen zur marktführenden Brauerei des Landes aufstieg.

Vor 25 Jahren übernahm der dänische Brauereikonzern Carlsberg den Getränkebereich von Feldschlösschen. Der Verkaufspreis belief sich auf 870 Millionen Franken. Mit der Veräusserung der Getränkesparte wurde – nach Warteck – eine weitere traditionsreiche Brauerei der Region zu einer reinen Immobiliengesellschaft.

1988 berichtete das Stadtbuch kurz und knapp darüber, dass die Brauerei Feldschlösschen Warteck-Bier geschluckt hat.

Im Bild: Anfangszeit der Motorisierung bei Feldschlösschen. Arbenz-Lastwagen ersetzen nach und nach die Arbeit der Brauereipferde. 

Bildquelle: Oldtimerclub Feldschlösschen

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