Der Württembergerhof weicht dem Kunstmuseum

Vor 100 Jahren stellte das Basler Parlament die Weichen für den Neubau des Kunstmuseums: «Der Grosse Rat bestellt weitere Kommissionen, genehmigt den Ankauf des Württembergerhofes für den Neubau des Kunstmuseums.» (Basler Chronik, 27. Mai 1926)

Zwei Jahre nach dem Erwerb der Liegenschaft wurde 1928 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Im Frühjahr 1929 hatte die Jury 107 Projekte zu beurteilen. 1932 wurde der Württembergerhof abgebrochen, nachdem das Stimmvolk im Mai mit 6836 Ja- gegen 6190 Nein-Stimmen dem Bau des neuen Kunstmuseums zugestimmt hatte. Die Eröffnung des Museums erfolgte 1936.

Der Württembergerhof am St. Alban-Graben 14 war ein historischer Gebäudekomplex in Basel mit mittelalterlichen Ursprüngen, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und unterschiedlich genutzt wurde. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte er sich zum «entzückendsten 18. Jahrhundert-Palais der Schweiz». Der Textilunternehmer Johann Rudolf Forcart-Weis (1749–1834) führte dort ein repräsentatives Leben und gestaltete Haus und Garten mit besonderen Anlagen wie einem chinesischen Kabinett, einer Eremitage und römischen Ruinen, die den Rahmen für gesellschaftliche Anlässe und Feste bildeten, siehe das Foto aus dem Jahr 1912.

Den langen Weg bis zur Erbauung des Kunstmuseums zeichnete Nikolaus Meier im Basler Stadtbuch 1986 nach.

Bildquelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto: Fotoarchiv Wolf, NEG 10179

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